Svartpilen 401
Da ich fast täglich mit dem Zweirad zur Arbeit fahre - insbesondere der Parkplatzsituation in Dresden geschuldet - die beiden „Dicken" mir dafür auf Dauer jedoch zu schade sind, musste ein „Daily Driver" her.
Das Lastenheft besagte:
- leicht und wendig
- sparsam
- möglichst neu
- keine 125er/250er
- kein Roller
- kein Brot- und Butter-Bike, wie es an jeder Ecke steht
Letztlich entschied ich mich für die mittlere Husqvarna Svartpilen 401, eine interessante „Exotin" auf der Straße, erworben als Neufahrzeug bei „Zweirad Sturm" in Zschopau. Sie muss nun bei jedem Wetter insbesondere für den Arbeitsweg ran, macht aber im Alltag tatsächlich Laune. Der Motor der 390er Duke scheint ordentlich konstruiert, voll einstellbares WP-Fahrwerk, Quickshifter und außergewöhnliches Design sorgen für den Rest.
Über den Sound der Euro5-Anlage gibt es leider nichts zu sagen, da dieser - trotz nachträglich montierter „Akrachpovic-Tüte" sehr unauffällig bleibt, aber immerhin sieht der Akra nicht so nach Pressblech aus, Die originalen Spiegel mussten guten MotoGadget MetalMirror weichen - neben hauptsächlich ästhetischen Gründen wurden gleich noch einige 100g Gewicht gespart (350g vs. 180g). Gewicht spart ebenfalls der LiFePo-Akku (-2,9kg). Da die Husky nun ein „Großstadt-Moped" ist, habe ich ihr einen GPS-Tracker von „Pégase" verbaut. Damit ist einerseits eine Diebstahl-Warnung mit Positionsbestimmung und andererseits eine Aufzeichnung gefahrener Routen möglich (einschließlich Fahrstatistiken wie Geschwindigkeit, Bremsverhalten, Neigungswinkel). Das Ganze funktioniert ohne zusätzliche Kosten, da ohne SIM-Karte. Den Tracker werde ich ebenfalls an den anderen Bikes nuten, da er schnell umgesteckt werden kann.
Pégase GPS-Tracker
Nach knapp 3 Jahren und 13.000 gefahrenen km hat die Svartpilen einen neuen Besitzer gefunden. Ich verkaufte sie, da ich auf der Suche nach etwas Anderem war, ein anderes Antriebskonzept probieren wollte ;)
Mein Fazit fällt etwas durchwachsen aus. Einerseits ist die Husky ein sehr alltagstauglicher und wendiger Daily Driver, andererseits war ich mit der Verarbeitungsqualität und der Materialgüte nicht wirklich zufrieden. So rosteten Teile wie Bugschürze und Lampengitter extrem (wurden vom Händler auf Garantie erneuert), die vordere Bremse musste ebenfalls nachgearbeitet werden, da sie ruckelte (Bremsscheibe verzogen) und besonderes nervte das häufige Absterben des Motors, weshalb man letztendlich auch noch die Ansaugbrücke wechselte.
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